Und Jesus ist vom Kreuz gestiegen
“Und Jesus ist vom Kreuz gestiegen”, so lautete die Überschrift eines Artikels des Nordkuriers vom Freitag den 7. September 2007. In diesem Artikel ging es um eine Diskussion zum Thema «Zivilcourage als höchste Würde» im Rahmen der 1. Internationalen Summerschool des Internationalen Freundeskreises Gedenkstätte Ravensbrück und des Schulvereins Gymnasiums Carolinum in Neustrelitz .
An dieser Diskussion nahm auch Avi Primor Botschafter a. D. des Staates Israel. Hier ein Auschnitt des Nordkurier-Artikels:
Und Primor erzählt einen Witz aus jener Zeit, als Juden in Europa-vornehmlich in Deutschland- nicht den besten Stand hatten: In einer Kirche fordert der Pastor alle Anwesenden auf, das Gotteshaus zu verlassen, so sie denn Juden seien oder auch nur einen Tropfen jüdischen Blutes in sich trügen. Andernfalls könne er mit dem Gottesdienst nicht beginnen. Betretenes Schweigen- der eine schaut den anderen an. Das Gotteshaus verlässt niemand. Der Pastor wiederholt seine Worte. Niemand geht. Nach der dritten Ermahnung schließlich steigt Jesus vom Kreuz und verlässt die Kirche. Jetzt, so der Pastor, könne man mit dem Gottesdienst beginnen. In dieser Kirchengemeinde stand keiner wider besseren Wissens auf, es gab keine Zivilcourage. Eine andere Schlussfolgerung wäre dem Thema des Vortrages von Avi Primor nicht gerecht geworden. Seine Schlussfolgerung - nicht nur aus diesem Witz: Ohne Zivilcourage keine Zivilgesellschaft.